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Ratgeber

Thermostat für Elektroheizung: Arten und Stromersparnis

Ein Thermostat ist das effektivste Mittel, um Elektroheizungen wirtschaftlicher zu betreiben. Dieser Ratgeber erklärt, welche Arten es gibt und wie Sie die richtige Wahl treffen.

Ersparnis

Laufzeit

weniger Heizstunden, je nach Raum und Nutzung

Steckdosen-Thermostat

Einstiegsklasse

einfach nachrüstbar

Smarter Regler

Premiumklasse

App-Steuerung möglich

Warum ist ein Thermostat nötig?

Viele Elektroheizungen laufen auf Knopfdruck ohne automatische Temperaturregelung. Das heißt: Die Heizung läuft auf Vollleistung, bis Sie sie manuell ausschalten. Wenn Sie vergessen abzuschalten oder eine konstante Wärme wünschen, geht unnötig Energie verloren.

Ein Thermostat misst die aktuelle Raumtemperatur und schaltet die Heizung automatisch aus, sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist. Fällt die Temperatur wieder ab, schaltet es wieder ein. Das nennt man Hysterese-Regelung, und sie spart deutlich Strom.

Thermostat-Typen: Mechanisch bis Smart

Mechanisches Raumthermostat: Preisniveau: Einstiegsklasse. Ein einfaches Drehrad bestimmt die gewünschte Temperatur (z.B. 18–22°C). Der Thermostat misst meist über einen Bimetallstreifen und regelt vergleichsweise grob. Ideal für einfache Zusatzheizungen ohne viel Schnickschnack.

Digitales Thermostat mit Timer: Preisniveau: Mittelklasse. Display zeigt aktuelle Temperatur, Drehrad oder Tasten zum Einstellen. Viele haben Wochenplaner – Sie können festlegen, wann die Heizung an- und ausschalten soll (z.B. Heizung nur Mo–Fr 6–9 Uhr und 17–22 Uhr). Die Regelgenauigkeit nennt der Hersteller im Datenblatt.

Steckdosen-Thermostat (extern): Preisniveau: Einstiegsklasse. Sie stecken die Heizung zwischen Stecker und Steckdose ein. Das Thermostat misst die Raumtemperatur, schaltet den Stromfluss. Super praktisch für ältere Heizungen, die kein eingebautes Thermostat haben. Nachteil: sperrig, nimmt Platz weg.

Smartes WLAN-Thermostat: Preisniveau: Premiumklasse. Mit App-Steuerung, GPS-Geolocation (Heizung startet, wenn Sie nach Hause fahren), Fernbedienung von überall. Ideal für Heimbüro oder flexible Arbeitstage. Braucht aber stabiles WLAN und etwas technische Affinität.

Installation: DIY oder Fachbetrieb?

Steckdosen-Thermostate sind sofort einsatzbereit – Sie stecken sie zwischen Stecker und Steckdose ein, fertig. Keine Installation nötig.

Eingebaute oder digitale Raumthermostate sind etwas komplexer: Sie brauchen Stromleitungen zur Heizung und müssen eventuell angepasst werden. Für mobile Geräte (Konvektoren, Heizlüfter) sind sie oft schon integriert. Für fest installierte Heizungen sollten Sie einen Elektro-Fachbetrieb konsultieren.

Temperatureinstellung: Wieviel Grad sind sinnvoll?

  • Wohnzimmer: 20–22°C – angenehm für längeren Aufenthalt
  • Schlafzimmer: 16–18°C – kühler fördert Schlaf, spart auch Strom
  • Badezimmer: 22–24°C – zur Morgentoilette, danach absenken
  • Home Office: 20–21°C – konzentriert arbeiten
  • Garage, Keller, Gartenhaus: 12–15°C – nur zum Enteisen oder bei Arbeit

Grundsatz: Jedes Grad mehr Raumtemperatur erhöht den Wärmebedarf und damit die Laufzeit des Geräts – um wie viel, hängt von Dämmung und Außentemperatur ab und lässt sich nicht pauschal beziffern. Eine bewusste Temperaturwahl ist deshalb einer der wirksamsten Hebel.

Thermostat-Kombination mit Timer und Automatik

Die beste Kombination für maximale Effizienz: Thermostat mit Wochenplaner (Zeitschaltuhr). Sie stellen fest, wann die Heizung aktiv sein darf:

  • Montag–Freitag: 6:00–9:00 Uhr und 17:00–22:00 Uhr
  • Samstag–Sonntag: 8:00–23:00 Uhr
  • Nachts und tagsüber wenn nicht zuhause: aus

So läuft die Heizung nur, wenn Sie sie brauchen. Kombiniert mit einer bewussten Temperatureinstellung verkürzt das die Betriebszeit deutlich – wie viel Sie damit sparen, hängt von Ihrem Raum und Ihrer Nutzung ab.

Checkliste zur Auswahl

  • Welcher Heizungstyp? (Mobil, fest installiert, Infrarot?)
  • Wie viel Laufzeit lässt sich einsparen? (abhängig von Raum, Nutzung und Automation – nicht pauschal bezifferbar)
  • Budget? (Einstiegs- bis Premiumklasse möglich)
  • Bedarf nach Smart-Features oder genügt mechanisch?
  • Nachrüstung oder Integration beim Neukauf?

Weitere Optionen und aktuelle Modelle finden Sie in unserer Zubehör-Kategorie. Wie viel Sie mit und ohne Thermostat konkret zahlen, überschlagen Sie mit unserem Heizkosten-Rechner. Und falls Sie noch zwischen Heizlüfter und Ölradiator schwanken: Unser Ratgeber Heizlüfter oder Ölradiator hilft bei der Wahl.

Mehr zum Thema: Elektroheizung schaltet ständig ab: Häufigste Ursachen, Infrarotheizung vs. Konvektor

Mehr zum Thema: Keramik-Heizlüfter: Vorteile und Nachteile, Elektrische Zusatzheizung: Welche passt wohin?

Mehr zum Thema: Wie stark eine kürzere Laufzeit den Verbrauch senkt, rechnen Sie im Ratgeber Elektroheizung Stromverbrauch berechnen nach. Welche Rolle der Regler im Vergleich zum Gerätetyp spielt, zeigt der Ratgeber Stromsparende Elektroheizung.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Strom spare ich durch ein Thermostat?
Das lässt sich nicht pauschal beziffern. Ein Thermostat schaltet die Heizung ab, sobald die Zieltemperatur erreicht ist, und wieder an, wenn die Temperatur fällt – gespart wird die Zeit, in der das Heizelement aus ist. Wie viel das ist, hängt von Raum, Dämmung, Außentemperatur und Wunschtemperatur ab. Am größten ist der Effekt gegenüber einem Gerät, das ohne Regelung durchgehend auf voller Leistung läuft.
Funktioniert jedes Thermostat mit jeder Heizung?
Nicht zwingend. Eingebaute Thermostate am Heizkörper funktionieren universal. Externe Steckdosen-Thermostate passen nur auf Stecker-Heizgeräte. Fest installierte Heizungen brauchen ein speziell angepasstes System – hier ist Rücksprache mit dem Fachbetrieb wichtig.
Ist ein smartes Thermostat sinnvoll?
Ja, wenn Sie viel unterwegs sind oder mehrere Räume unterschiedlich heizen möchten. Mit WLAN-Thermostaten steuern Sie Heizung auch remote – z.B. schon von der Arbeit aus vorheizen, bevor Sie nach Hause kommen. Liegt aber im oberen Preissegment und braucht Router-Nähe.
Können alte Heizungen nachgerüstet werden?
Ja, mobile Heizgeräte (Konvektoren, Heizlüfter) können oft durch ein Steckdosen-Thermostat ergänzt werden – man schaltet die Heizung zwischen Stecker und Steckdose ein. Für fest installierte Heizungen muss ein Elektro-Fachbetrieb prüfen, welches System geeignet ist.